Vergleichstest PC-Komplettsysteme
Allroundrechner der 1000-Euro-Klasse können mit starken Prozessoren und flotten Grafikkarten aufwarten. Wir haben drei aktuelle Komplettsysteme ins Testlabor geholt und waren von der Qualität und Leistungsfähigkeit der Alleskönner durchaus überrascht.
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Worauf Sie achten sollten
Um ein echtes "Kraftpaket für jeden Zweck" zu sein, kommt es darauf an, eine Mischung leistungsmäßig gut zueinander passender Bauteile zu finden: Was nützt etwa der schnellste Motor, wenn er in das Chassis eines Kleinwagens eingebaut wird. Alle angetretenen Markenhersteller Acer, Dell und Packard Bell haben sich bei der Motorisierung für "Vierzylinder mit Turbolader" entschieden, konkret für die Vierkernprozessoren Intel Core i5 und Intel Core i7.
Wer mit seinem neuen Rechner auch aktuelle DirectX-11-Spiele genießen möchte, kann dies zwar mit allen drei Rechnern versuchen, doch gerade in diesem Bereich zeigten sich noch die größten Unterschiede. Kein Wunder, gehört doch die Grafikkarte neben dem Prozessor zu den teuersten Bauteilen eines Komplettsystems.
Packard Bell, Acer und Dell setzen hier auf verschiedene Modelle von AMD und Nvidia. Viel Platz für Erweiterungskarten bieten die drei Rechner mit ihren Micro-ATX-Mainboards nicht. Dafür sind die Gehäuse im Test sehr kompakt ausgefallen.
Auf allen Rechnern ist Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Version bereits vorinstalliert. Das ist auch sinnvoll, denn nur so lässt sich die mit acht GByte sehr großzügige Arbeitsspeicherausstattung aller Testkandidaten nutzen. Wer noch vorhandene ältere Peripherie wie Drucker mit diesen neuen Rechnern benutzen will, sollte vor dem Kauf prüfen, ob entsprechende 64-Bit-Treiber vorhanden sind.
Auch wenn unserer Erfahrung nach sehr viele ältere 32-Bit-Programme unter Windows 7 64-Bit anstandslos laufen, kann es im Einzelfall dennoch zu Problemen kommen. Unter Umständen sollte man sich also auf den Neukauf bestimmter Hard- und Software-Komponenten einstellen. Zu einer SSD als Systemplatte hat es bei keinem der Rechner im Test gereicht, dafür sind die schnellen Massenspeicher auf Flash-Basis immer noch zu kostspielig.
Alle Hersteller verbauen konventionelle Festplatten mit einer Kapazität von 1000 GByte. Wer meint in einem 1000-Euro-PC sind USB-3.0-Anschlüsse und die Fähigkeit Blu-ray-Filme abzuspielen bereits Standard, sieht sich getäuscht. Nur einer der drei Kandidaten zeigte sich hier auf der Höhe der Zeit. Immerhin ist allen Rechnern gemein, dass Maus, Tastatur und ein Card-Reader im Preis enthalten sind.
PC-Komplettsysteme
1 von 7Packard Bell iXtreme I9750 GE
Unter der Frontabdeckung verbirgt sich beim Packard-Bell-PC ein praktischer Wechselrahmen für eine Festplatte.
Testurteil:
Packard Bell iXtreme I9750 GE
999,- €; www.packardbell.de
+ schnelle CPU & Grafikkarte
+ HDD-Wechselrahmen
– nur USB 2.0, kein Blu-ray
Gesamtwertung: sehr gut 84 %
Preis/Leistung: sehr gut
Fazit:
Die flotte Grafikkarte des Packard-Bell-PCs passt gut zur leistungsstarken CPU. Abstriche muss man bei der Festplatte und der Ausstattung in Kauf nehmen.
© PCgoDie Test-Ergebnisse im Detail
Der Testsieg geht diesmal an den Komplettrechner Packard Bell iXtreme I9750 GE. Nicht jedem dürfte bekannt sein, dass der Traditionshersteller Packard Bell (gegründet 1926 in den USA) seit ein paar Jahren zum Acer- Konzern gehört. Um die Kosten zu senken, werden bei beiden Marken viele gleiche Teile verwendet.
Es ist daher kaum verwunderlich, dass der iXtreme I9750 GE so etwas wie der brave Zwilling des Predator G3600 zu sein scheint: So bauen die Rechner von Acer und Packard Bell auf demselben Grundchassis auf und verwenden identische Mainboards. Anders als der Predator mit seinen "Rallyestreifen" ist die Hülle beim Packard Bell eher zurückhaltend gestaltet.
Unter der Haube sitzen auch hier ein Intel Core-i7-2600-Prozessor und acht GByte Arbeitsspeicher. Allerdings wartet der Packard-Bell-PC mit einer AMD Radeon HD 6870 als Grafikkarte auf und hat so gegenüber dem Predator bei der Grafikperformance mit 17247 gegenüber 15530 Punkten ganz klar die Nase vorn.
Bei den Prozessor-Benchmarks liegt der Packard Bell nach Punkten gleichauf mit dem Acer, in dem dieselbe CPU auf dem Mainboard sitzt. Lediglich bei der Leistung der Festplatte fällt der iXtreme I9750 GE etwas zurück: Die auf niedrige Lautstärke und Leistungsaufnahme getrimmte Western Digital WD10EARS mit einem Terabyte Kapazität liefert nur 79 MByte/Sekunde, was sich in etwas längeren Ladezeiten bei Windows und Programmen bemerkbar macht.
Dafür ist der kompakte Rechner mit 43 Watt bei Office-Anwendungen und 160 Watt im 3DMark gemessen an seiner Leistung ausgesprochen genügsam. Als optisches Laufwerk steckt im iXtreme nur ein DVD-Brenner, dafür kann der Rechner mit pfiffigen Extras aufwarten: Der Cardreader wird von zwei Tasten flankiert. Die linke startet bei einer eingelegten Speicherkarte mit Bildern eine Diashow, die rechte ruft ein Backup-Programm auf.
Zudem kann der Packard Bell mit einem Wechselrahmen für Festplatten aufwarten. Weitere Punkte macht er mit seiner Software-Ausstattung, zu der eine Vollversion von Adobe Photoshop Elements zählt. Weitere Details zu diesem Komplettrechner entnehmen Sie bitte dem Info-Kasten auf und der Testwertung.
Inhaltsverzeichnis
- Teil 1 Vergleichstest PC-Komplettsysteme
- Teil 2 Experten-Meinung
Kleines Spiel für zwischendurch






