Notebooks um 500 Euro im Test
Bei preiswerten Allround-Notebooks der 15,6- und 17,3-Zoll-Klasse bekommt CPU-Hersteller Intel Gegenwind: Konkurrent AMD kontert mit den neuen Mobil-Prozessoren der A-Serie. Wir haben sechs entsprechend ausgestattete Notebooks verglichen.
Bei Netbooks hat AMD bereits einen guten Start hingelegt: Die ersten Fusion-Prozessoren der C- und E-Serie mit integrierter Grafik sind eine ernste Alternative zu Intels Atom-CPUs. Nun will man dieses Manöver bei Mittelklasse-Notebooks wie derholen. Die Prozessoren der A-Serie, bisher bekannt unter dem Codenamen "Llano", sollen AMD aus der bisherigen Statistenrolle befreien.
Bei den Notebook-Herstellern kommen die AMD-Prozessoren gut an: Fast alle wichtigen Fabrikanten haben Mobilrechner mit A-Prozessoren im Programm. In diesem Vergleichstest sind die Geräte von Asus, Lenovo und Toshiba mit AMD-CPUs bestückt. Sie treffen auf die mit Intel-Core-CPUs basierenden Notebooks von Acer, Medion und Samsung. Der Preisbereich der sechs Notebooks der unteren Mittelklasse reicht von 450 bis 550 Euro.
Intels Sandy-Bridge- und AMDs Llano-Plattform zeichnen sich durch Prozessoren mit integrierter Grafik aus. Wie schon bei den beiden bisherigen Fusion-Prozessoren wurden auch bei der A-Serie die CPU-Kerne und eine Radeon-GPU vereint.
Notebooks um 500 Euro im Test
1 von 6Das 17,3-Zoll-Display verfügt über eine Auflösung von 1600 x 900 Pixeln.
Acer Aspire 7750G-2334G50Mnkk
Internet: www.acer.de
Preis: 549,- €
+ 3D-Leistung, Festplatte
+ großes Display
– Display spiegelt, Akkulaufzeit
Gesamtwertung: gut 77 %
Preis/Leistung: gut
FAZIT:
Günstiges, aber trotzdem schnelles Notebook mit solider Ausstattung. Ein Unterwegs-
Notebook ist es mit 3,3 kg Gewicht und 236 Minuten Akkulaufzeit allerdings nicht.
AMD mit der cleveren Grafik
Die Radeon-HD-6650M-Grafik beschert dem Acer Aspire die höchste 3D-Leistung im Test.
Die verschiedenen Varianten von AMDs ASerie unterscheiden sich bei der integrierten Grafik. So enthalten die Modell-Varianten "A8" genau 400 Grafikkerne ("Streamprozessoren"), womit man die kleinsten skalierbaren Recheneinheiten bezeichnet.
Der A6 kann mit 320 Grafikkernen aufwarten, der A4 muss mit 240 Grafikkernen auskommen. Immerhin: Selbst die kleinste integrierte Radeon-Grafik ist deutlich schneller als die GPU in den Sandy-Core-Prozessoren.
Eine weitere Stärke der Llano-Plattform ist die Möglichkeit, die im Prozessor integrierte Grafik mit einer zusätzlichen AMD-GPU gemeinsam zu nutzen. Dieser "CrossfireX-Modus" soll die 3D-Leistung weiter steigern.
Für jeden Geschmack: Das Lenovo ThinkPad verfügt über Touchpad und Trackpoint.
Größenfrage: 15,6 oder 17 Zoll?
Im Preisbereich zwischen 500 und 550 Euro werden Notebooks mit 15,6- und 17-Zoll-Panel angeboten. Unser Testfeld besteht daher aus vier 15,6- und zwei 17-Zöllern. Die Ersteren sind kompakter, können aber nur mit einer Display-Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten aufwarten.
Die Panels der größeren Geräte stellen 1600 x 900 Bildpunkte dar, was für mehr Übersicht bei Tabellenkalkulation, Videoschnitt oder Bildbearbeitung sorgt. Ein 17,3-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Bildpunkte) ist bei der von uns gewählten Preisgrenze dagegen nicht drin.
Auf der linken Seite des Asus K53TA befindet sich eine schnelle USB-3.0-Schnittstelle.
Vier Gigabyte Hauptspeicher, ein DVD-Brenner als optisches Laufwerk, ein Cardreader, eine Webcam und ein HDMI-Ausgang gehören bei allen Geräten zur Grundausstattung. USB 3.0 und Gigabit-LAN gehören dagegen nicht immer zur Basisausstattung.
Inhaltsverzeichnis
- Teil 1 Notebooks um 500 Euro im Test
- Teil 2 Expertenmeinung
Kleines Spiel für zwischendurch







