Pfeilschnell surfen mit TV-Kabel
Die großen Kabelnetzbetreiber werben mit hohen Geschwindigkeiten und erstaunlich günstigen Gebühren. Wir sagen Ihnen, ob sich der Umstieg von DSL auf Kabel lohnt und was Sie dabei beachten sollten.
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Doch der Schein trügt. Bereits vergangenes Jahr konnten die Kabelnetzbetreiber mehr neue Internetnutzer hinzugewinnen als die DSL-Netzbetreiber. Hier dürfte auch die Anzahl der Wechsler von DSL zum TV-Kabel keine unerhebliche Rolle spielen. Über die genauen Gründe für den Wechsel lassen sich ohne belastbare Kundenbefragungen aber nur Mutmaßungen anstellen.
Ein für viele Wechsler besonders attraktiver Grund dürfte das Angebot von hohen Bandbreiten zu vergleichsweise günstigen Preisen liegen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Kabelanschluss fürs Fernsehen samt TV-Angebot keine zwingende Voraussetzung für den Internetzugang per Kabel ist.
Diese Trennung ist absolut sinnvoll und sicher dafür verantwortlich, dass auch Kunden zum Wechseln bereit sind, die ausschließlich über Satellit fernsehen oder die gar kein TV-Gerät zu Hause nutzen.
Interessante Angebote
Der Jahresbericht der Bundesnetzagentur gibt unter anderem Aufschluss über die Breitbandsituation in Deutschland. Ende 2010 gab es 26,2 Millionen Festnetzbreitbandanschlüsse in Deutschland, wobei etwa 23 Millionen auf DSL und 2,9 Millionen auf Kabel anfielen. Die Glasfasertechnologie spielt mit 0,26 Millionen Anschlüssen und geringer Verfügbarkeit aktuell noch keine Rolle auf dem deutschen Breitbandmarkt.
Dass im Kabelnetz besonders hohe Bandbreiten erzielt werden können, liegt im Wesentlichen am dabei verwendeten dickeren, gut abgeschirmten TV-Kabel. Im dünnen, schlecht abgeschirmten DSL-Kupferkabel, das ursprünglich nur zur Übertragung von Telefongesprächen ausgelegt war, ist bei DSL nach 16 Mbit/s das Ende der Fahnenstange erreicht.
Und auch diese Geschwindigkeit bekommen nur die Teilnehmer, die nicht zu weit von der DSL-Vermittlungsstelle entfernt wohnen. V-DSL mit bis zu 50 Mbit/s hingegen erhält man – wenn überhaupt – nur in Ballungsräumen und Großstädten.
Verfügbarkeit von Kabel-Internet
Der Breitband-Atlas ist ein guter Einstiegspunkt, um die Online-Zugangsanbieter vor Ort zu ermitteln.
Relativ klar ist die Sache, wenn Sie bereits einen TV-Kabelanschluss fürs Fernsehen im Wohnzimmer nutzen. In der Regel besitzen Sie dann auch einen entsprechenden Kabel-Receiver. Sie müssen dann nur noch herausfinden, ob Ihr Kabelanschluss bereits rückkanalfähig ist und über eine entsprechende Anschlussdose verfügt (siehe Abbildung).
Ansonsten können Sie direkt zu der Homepage Ihres Anbieters wechseln und einen Online-Verfügbarkeitscheck durchführen ( siehe Mini-Workshop am Ende des Artikels). Falls Sie (als Mieter) keinen Kabel-Receiver oder vielleicht nicht einmal einen Fernseher besitzen, werfen Sie doch einmal einen Blick auf Ihre Nebenkostenabrechnung.
Sind hier die Gebühren für einen TV-Kabelanschluss (Sammelvertrag) aufgeführt, sind Sie beziehungsweise Ihr Wohnblock ans TV-Kabelnetz angeschlossen.
Werfen Sie einen Blick auf den Breitbandatlas des Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi ), um herauszufinden, an welchen Kabelnetzbetreiber im Internet Sie sich wenden können.
Ob sich bei Verfügbarkeit der Umstieg von DSL auf Kabel für Sie tatsächlich lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Und der Preis spielt dabei sicher eine Rolle.
Inhaltsverzeichnis
- Teil 1 Pfeilschnell surfen mit TV-Kabel
- Teil 2 Kabel-TV-Anbieter
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